SCHMERZEN im ABDOMEN
chronische Schmerzen im Bauchraum
 

Chronische Schmerzen im Abdomen (Bauchraum) können vielerlei Ursachen haben. Meist gehen sie von Organen des Abdomen s aus (M agen, Da rm, Galle, Bauchspeicheldrüse, Gebärmutter usw.). 
Akute
(= plötzlich einsetzende) Schmerzen im Abdomen (Bauchraum) bedürfen der sofortigen fachärztlichen Abklärung und Behandlung (Chirurgie, Urologie, bei Frauen auch Gynäkologie).

Folgende, mit Schmerzen im Abdomen (Bauchraum) einhergehende Krankheitsbilder sind häufiger Anlaß, einen Schmerztherapeuten aufzusuchen:

Schmerztherapie bei chronischen (= länger als drei Monate anhaltenden) Schmerzen im Abdomen

Nicht selten verbleiben trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin Schmerzen im Abdomen (Bauchraum), so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach den Schmerzen und deren Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach ihrer Ursache richten. Länger bestehende, chronische Schmerzen im Abdomen (Bauchraum) erfordern praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Bei chronischen Schmerzen im Abdomen sind dies: 

  1. Information über die Erkrankung

  2. Medikamentöse Behandlung (u.a. Schmerzmittel, evtl. auch Spasmolytika (= Mittel  gegen Krampfzustände), Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)

  3. Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, evtl. rückenmarknahe Blockaden, auch kontinuierlich mit Katheter 

  4. Akupunktur

  5. Evtl. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)

  6. Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)

  7. Evtl. Physiotherapie (z.B. Kolonmassagen)

  8. diätetische Maßnahmen entspr. der Grundkrankheit

Therapeutische Lokalanästhesie bei chronischen Schmerzen im Abdomen (Bauchraum)

Die einfachste diesbezügliche Methode ist eine wiederholte Triggerpunktbehandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel. Dabei werden schmerzhafte Reizpunkte in der entsprechenden Head Zone (= eine über das zugehörige Rückenmarksegment laufende Querverbindung zu dem zugeordneten inneren Organ) am Abdomen infiltriert.

Eine sehr hilfreiche und effektive Therapiemethode ist bei Mor bus C rohn und Coli tis ulcer osa, C olon ir ritable, aber auch beim Verwachs ungsbauch) die kontinuierliche epidurale (= rückenmarknahe) Blockade mit Katheter
Neben der erwünschten Unterbrechung der Schmerzreizleitung ist ein weiterer nicht zu unterschätzender Vorteil, daß bei dieser Therapie, sozusagen als Nebeneffekt, auch der Grenzstrang (= paarige Nervenstränge des unwillkürlichen Nervensystems neben der Wir belsäule) mit einbezogen wird, so daß es gleichzeitig zu einer erheblichen Durchblutungssteigerung kommt, die jeder entzündlichen Schmerzursache (z.B. Morbus Croh n, Coli tis u lcerosa) fast schon kausal (= auf die Ursache gerichtet) entgegenwirkt. 
Auch bei Verwachsungen ist die sympathikolytische (= gefässerweiternde und damit durchblutungssteigernde) Nebenwirkung hilfreich, indem die entstandenen, bradytrophen (= mit vermindertem Stoffwechsel einhergehenden) Gewebsbereiche besser durchblutet werden und es dadurch zu einer Optimierung der gestörten Mikrozirkulation kommt. 
Nach einer schon älteren englischen Studie konnten mit dieser Blockadetechnik bei Morbus Croh n zu einem hohen Prozentsatz die oben erwähnten chirurgischen Eingriffe wenn nicht gar vermieden, so doch erheblich hinausgezögert werden.

Wirkung und Ausmaß einer lumbalen (= den Lendenbereich betreffenden) epiduralen Blockade kann individuell mittels Lokalanästhetikamenge (= Betäubungsmittelmenge) und -konzentration so gesteuert werden, daß die Schmerzreize aus dem gesamten Abdomen (Bauchraum) bei weitgehend erhaltener Motorik (= Muskelkraft) blockiert werden. Der Erhalt der Motorik hat den Vorteil, daß die Patienten sich unter dieser Therapie weiter frei bewegen können. Bei der sog. kontinuierlichen epiduralen Blockade (= Betäubung) mit Katheter wird ein dünner Kunststoffschlauch vom Rüc ken her dicht an das Rückenmark eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine spezielle Kanüle hindurch, es muß also nicht "aufgeschnitten" werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden. Bei technischer Beherrschung, adäquater Lokalanästhetika-Dosierung und Beachtung der hygienischen Belange kann das Behandlungsrisiko als vertretbar eingestuft werden.

Bei krebsbedingten Schmerzen im Abdomen (Bauchraum) kann diese Blockademethode auch angewendet werden, allerdings wird man auf das örtliche Betäubungsmittel verzichten, da in diesem Falle eine gefässerweiternde Wirkung unerwünscht ist, weil diese eine weitere Streuung der Krebszellen begünstigt. Mit einer Morphin-Lösung läßt sich ebenfalls eine gute, schmerzstillende Wirkung erzielen.

Bestehen chronische Schmerzen im Abdomen (Bauchraum) längerfristig, so ist davon auszugehen, daß bereits ein Chronifizierungsgrad II oder III (Mainzer Stadieneinteilung) vorliegt. In diesen Fällen ist eine rein somatische (= körperliche) Behandlung kaum mehr ausreichend, sondern es müssen zusätzlich psychologisch /psychotherapeutische Interventionen erfolgen.

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C
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Eitrige Gelenkentzündung, chronische Ellenbogenschmerzen, chronische Enddarmschmerzen, Extremitätenschmerzen
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K
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L LeibschmerzenLeistenschmerzen, Lendenschmerzen, Lendenwirbelsäulenschmerzen,
M
MagenschmerzenMastodynie, Metatarsalgie, Migräneattacken, Muskelschmerzen, Muskelkrämpfemyofasziale Schmerzen,
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Nierenschmerzen, Neuropathie,
O OberarmschmerzenOberbauchschmerzen, Oberschenkelschmerzen, Ohrschmerzen, Organschmerzen, Orofaziale Schmerzen, Otalgie
P Pelvipathie, Periarthropathie,
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Reaktive Gelenkentzündung, Rheumatoide-Gelenkentzündung, Rippenschmerzen, Rückenschmerzen (1), Rückenschmerzen (2),
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